Hier werden einige häufig gestellte Fragen beantwortet. Die Liste wird immer wieder ergänzt. Anregungen nehmen wir gerne entgegen.

Wo und wie kann ich meinen Ernteanteil abholen?

Wir ernten jede woche tagesfrisch und ihr holt eure Ernte an den Abholtgen am Hof ab: Freitag, 12 bis 18 Uhr und Samstag, 9-15 Uhr. Dann seht ihr auf einer Tafel die Entnahmemengen für Euer Gemüse, Eier, Fleisch und Getreide. Es ist möglich, selbstverwaltet Fahrgemeinschaften zu bilden / eine Depotstelle einzurichten (Wir vernetzen euch gerne).

Was ist der Unterschied zur Gemüsekiste?

Wir sind keine Gemüsewunschkiste. In unserer gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft geht es darum,den Strukturwandel in der Landwirtschaft selbst in die Hand zu nehmen indem ihr Höfe unterstützt, die

  • eine ganzjährige saisonale Gemüseversorgung anstreben, kleinstrukturiert, humusaufbauend, vielfältig und somit pflanzen-, tier-, menschen- und klimagerecht produzieren
  • euch ihre Ernte zur Verfügung stellen. Das heißt ihr trägt Ernteausfälle mit, bekommt aber auch große Mengen oder große Gemüse, je nachdem was und wie es wächst. Ihr könnt somit Überschüsse haltbar machen und u.a. für den Winter vorsorgen. Aber auch im Winter gibt es Abwechslung auf der Gemüseskala: Wintersalate wie Asia, Postelein und Feldsalat, große Superschmelzkohlrabi, Schwarzkohl, der -weil tagesfrisch geerntet- zu Gemüsechips verarbeitet werden kann, aber auch zu Rohkostsalaten, Pfannengerichten etc..
  • bestrebt sind,samenfestes Saatgut zu verwenden und durch den Anbau von alten und samenfesten Gemüsesorten dem Hybridanbau entgegenzuwirken.Samenfeste Gemüse sind nährstoffreicher und geschmacksintensiver. z.B. süßere Möhren, lila Brokkoli und lila Rosenkohl- letzerer ist nicht nur geschmacksintensiver, sondern auch nicht so streng im Kohlgeschmack als Hybridsorten, und daher roh wie gekocht eine geschmackliche Neuerfahrung.

Was beinhalten die Ernteanteile?

Es gibt drei mögliche Ernteanteile (EA):
EA 1: Gemüse: durchschnittl. ca. 2-3kg Gemüse je Woche

EA 2: Gemüse plus ca. 500g-1kg Nackthafer-/ Roggen-/ Dinkel-Mehl, -Flocken oder -Körner plus 6 (Junghenneneier 10) Eier je Woche plus ca. 4 Suppenhühner im Jahr (auch anderweitig verwendbar, Pfannengerichte etc.)

EA 3: – das Vorgenannte (also EA 2) plus ca. 15-18kg Glanrindfleisch (Mischpakete)

Ist die Mithilfe der MitmacherInnen freiwillig?

„MitmacherInnen“ sind alle die sich mit einem Ernteanteil beteiligen und somit gemeinsam für einen Strukturwandel weg von Monokulturen hin zur vielfältigen, blühenden Bioversorgung vor Ort einstehen. Wir freuen uns sehr über Mithilfe und gegenseitigen Austausch, und zwar auf freiwilliger Basis.

Warum gibt es jährliche Richtwerte und eine Bieterrunde?

In einer Solidarischen Landwirtschaft werden nicht einzelne käufliche Produkte finanziert – im Gegenteil, die Produkte, die in  der Solawi erzeugt und untereinander aufgeteilt werden, gibt es noch viel zu selten zu kaufen. Wir arbeiten mit dem Kulturgut Saatgut an der Weiterverbreitung ursprünglicher, samenfester Gemüsesorten. Samenfeste Sorten haben mehr Trockenmasse, schmecken dadurch intensiver und haben mehr Nährstoffe. Daher schmecken z.B. samenfeste Möhrensorten wie Milan oder Rodelika „reichhaltiger“, süßer. Die Förderung samenfester Sorten, indem sie angebaut und gegessen werden, stellt einen Wert dar, den zu messen schwierig ist. Genauso wie der Wert der Ernährungsautonomie oder die Klimabilanz von Lebensmitteln: Was bedeutet uns das Wiedererlangen und der Erhalt einer kleinbäuerliche Nahrungserzeugung, und die Art in welcher wir mit unserer Ressource Boden umgehen? Wir möchten in unserer Solawi verstärkt Elemente des biointensiven Gemüsebaus einsetzen, um auf kleinster Fläche eine hohe ressourcenschonende Produktivität zu erzielen. Diese Art der aufbauenden Landwirtschaft hilft dem Klimaschutz durch Humusaufbau und Co2-Speicherung.

Die Beteiligung an einer SOlawi ist eine direkte Möglichkeit, u.a. Verantwortung für die Klimabilanz unserer Lebensmittel zu übernehmen; Der Gemüsebau kann um so vielfältiger und ressourcenschonender gestaltet werden, je besser der Betrieb aufgestellt ist; darauf haben die MitmacherInnen mit der Höhe ihres monatlichen Beitrags direkten Einfluss, und die Höhe ihres Beitragsgebotes dürfen sie alljährlich neu an der Biterrunde festlegen. Wir stellen Euch unsere Kalkulation vor, mit der wir das Jahresbudget errechnen (Jahresbudget : Zahl der Ernteanteile = Richtwert je Ernteanteil).

Das solidarische Prinzip gilt umfassend: Es wird eine faire Entlohnung der Gärtner*innen und Landwirt*innen angestrebt, und unter den Mitgliedern findet ein finanzieller Ausgleich statt. Dies wird durch individuelle Gebote bei der Bieterrunde erreicht. Bei der Jahresbudgetberechnung wird ein Richtwert kommuniziert. Wenn ein Mitglied nicht den vollen Betrag zahlen kann, ist es möglich, einen niedrigeren Gebotsbetrag anzugeben. Dies wird ausgeglichen durch Mitglieder, die freiwillig und solidarisch einen etwas höheren Betrag als das Standardgebot zahlen. Nach 2-3 Bieterrunden sollte eine Deckung des Jahresbudgets erreicht sein..

Wie kann ich an der Solawi teilnehmen?

Am 16. Februar 2020 findet die Ernteanteilsvergabe im Theobald-Hock-Haus (Theobald-Hock-Platz),66459 Limbach statt. Info für Neueinsteiger von 13-14 Uhr. Ab 14 Uhr Ernteanteilsvergabe. – Aktuell nehmen wir 2020 jederzeit noch MitmacherInnen auf, daher gerne an info@korer-kornspeicher.de mailen.