Hof-Info März 2019

In den letzten zwei Wochen sind sechs Kälbchen geboren worden.

In den Folientunneln sind ab nächster Woche der erste Salat und Radieschen erntereif. Im Freiland gibt es bei Radieschen und Stielmus Verschlämmungen, so dass wir hoffen, dass vor allem die jungen Stielmuspflänzchen mit den zarten Keimblättchen nun weiterwachsen – auch aufgrund der Kälte.

Wegen des Regens ist die Gemüsefläche seit dieser Woche wieder befahrbar, und wir haben Blumenkohl, Brokkoli, Staudensellerie, Salate und Rettich gepflanzt. Wir haben Wurzelpetersilie, Pastinaken, verschiedene samenfeste Möhrensorten, Radieschen, Mairübchen gesät.

Auf den Äckern hat Rouven die Bodenbearbeitung für die Frühjahrssaaten gemacht, Hafer und Nackthafer eingesät und sät nun noch die Lupinen.

Die Obstgruppe hat auf der Streuobstweise im Mandelbachtal in den letzten Wochen viele Bäume geschnitten, und am Hof hat sich eine Krtäutergruppe gefunden die eine große Kräuterfläche anlegt und pflegt.

Was ansteht: Weiterhin Zwiebeln hacken; das Monatstreffen am 6.4., 11 Uhr kann zu einem Teil zum gemeinsamen Zwiebelhacken verwendet werden.


Hofbrief  Weihnachten 2018

Mit dem Beginn der gemeinschaftsgetragenen, solidarischen Landwirtschaft hielt das Gemüse Einzug an unserem Hof.

Mit dem Gemüse die Menschen: Die MitmacherInnen – einige von Euch kommen bei jedem Wetter und nehmen teil am Hofleben. Durch eine aufmerksame Mitmacherfamilie und durch das Gemüse fanden unsere beiden Mitarbeiter Marc und Norbert zu uns. Auf der Gemüsefläche miteinander zu arbeiten ist eine Bereicherung und ersetzt einen Teil der tage- und jahrelangen „einsamen“ Traktorstunden. Die Lebendigkeit aus den Geschichten von früher ist wieder am Hof, viele helfen mit und tauschen sich aus. Das Gemüse ist unser wichtigster gemeinschaftsbildender Faktor.

Wir stehen im wöchentlichen Austausch:  Wenn ihr Eure Ernte abholt gebt ihr uns in kurzen oder tiefgründigen Gesprächen Kraft indem ihr uns mit Eurem positiven, zufriedenen und aufmunternden Feedback manches Mal überrascht, weil uns Feedback fehlt wenn wir wöchentlich per Mailverteiler Ernte- und andre Infos an euch rausschicken. In den vergangenen neun Monaten seit Solawistart ist in uns der Wunsch gewachsen, uns  noch mehr der Arbeit im und am Gemüse zuzuwenden, damit auch wir Freiraum für Ideen bekommen, um den Hof weiterzuentwickeln – nicht selten sprießen die kreativen Gedanken mit dem Gemüse aus der Erde. Dazu wünschen wir uns einen Kreis an MitmacherInnen die sich mal mit, mal ohne uns treffen und den Mailverteiler und einen Großteil der Kommunikation mitgestalten.

Wir freuen uns zu sehen dass unser Depot im St. Ingberter Weltladen kommunikativ und informativ bestens an den Hof angebunden ist; zum einen durch engagierte Abholerinnen der wöchentlichen Erntemenge für die Depotstelle, zum anderen durch das Engagement des häufig aktiv mitgärtnernden Depotstellenverantwortlichen Thomas.

Wenn wir unsere Weihnachtsmöhren essen erinnern wir uns an ein unglaublich lautes Sommerkonzert in einem blühenden Kornblumen-Mohn-Möhren-Dillterrain, und an die Feldlerche die ihr Nest in die vielfältige Fläche baute, die in all den Jahren zuvor ein recht großer Getreideacker war.

Essbare Landschaften – ihr müsst als MitmacherInnen die Landschaft lediglich in Teilen aufessen um sie vielfältiger und bunter zu erhalten-  für (und für mehr) Insekten, für nachhaltigen (Klima-) Wandel, das ist fühl- und sichtbar werdende Wertschätzung. Der erste Solawistern der von einer Mitmacherin an unserem Solawi-Weihnachtsbaum aufgehängt wurde lautete entsprechend „Die Solawi ist mein Beitrag für eine saubere Umwelt für unsere Kinder“.

Was verändert sich in 2019 ?

Trotz der recht großen Startzahl mit 140 Mitmacherfamilien kennt auch ihr allmählich einige Gesichter und Austausch wird einfacher. Wir sind froh von Eurer Seite aus zu hören dass Erntefeste, Mittsommerkino (inspirierende Inszenierungen über die Notwendigkeit zur Kleinbäuerlichkeit) und gemeinsames Haltbarmachen nun einen Kreis von MitmacherInnen gefunden haben die sich an den Monatstreffen mit Euch austauschen und diese Themen aktiv gestalten.

Der Zauber des Anfangs, der ersten Stunde liegt über unseren Ernteanteilen im ersten Jahr:

Wir selbst erleben mit Euch die Premiere und gewöhnen uns allmählich an die unglaublichen Gemüseberge die Woche für Woche für 140 ErnteteilerInnen geerntet und in grünen Kisten „auf unserem Rücken“ zum Abholraum gehievt werden. Anfängliche Kälte und spätere Trockenheit sind den wöchentlichen Ernteanteilen nicht anzumerken gewesen: Zu den zahlreichen selbst angezogenen Jungpflanzen wurden sicherheitshalber hinreichend Setzlinge gepflanzt, und wir hoffen, ihr MitmacherInnen des ersten Jahres seid froh eine einmalige unglaubliche „Blattgrünpremiere“ miterlebt zu haben, da klar ist dass es sie in diesem Ausmaß nicht mehr geben wird: Die meisten MitmacherInnen brauchen im Alltag weniger davon.

Es macht Freude anhand der Erfahrungen aus den ersten Monaten und dem wöchentlichen Dialog im Abholraum nun an den Feinschliff der Planungen für das zweite Solawijahr zu gehen: Die Ernteanteile werden kleiner, bunter – seid gespannt!

Wir wünschen Euch eine besinnliche Stille Zeit und ein Gutes Ankommen im Neuen Jahr,

Herzlichst Eure SolawigärnerInnen

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